Werner Klotz
Universitätsklinik f. Innere Medizin I, Innsbruck
Rheumalabor

Hu Autoantikörper färben die Kerne der neuronalen Zellen in der Körner- und Molekularschicht granulär. Die Purkinje-Zellen weisen zusätzlich eine feigranuläre zytoplasmatische Fluoreszenz auf.

In der etwas höheren Vergrößerung ist schön die feingranuläre Anfärbung der neuronalen Zellen der Molekularschicht und des Zytoplasmas der Pukrinje-Zellen zu sehen.

Auch auf peripherem Nervengewebe können Hu Antikörper nachgewiesen werden. Sie färben die Zellen der myenteric plexus Neuronen in der glatten Muskulatur des Magens.
Ri Autoantikörper geben ein ähnliches Fluoreszenzbild wie Hu Autoantikörper. Die peripheren Nerven des myenteric plexus werden von Ri Autoantikörpern jedoch nicht angefärbt.
Positive Befunde sollten immer auf das Vorhandensein von Antinukleären Antikörpern und Anti-mitochondrialen Antikörpern hin überprüft und im Westernblot bestätigt werden.
Antikörper gegen Hu (ANNA-1) werden in 80% der Fälle bei Patienten mit kleinzelligem Bronchuskarzinom (SCLC) und paraneoplasitischem neurologischem Syndrom gefunden. Ri (ANNA-2) Autoantikörper sind mit Brustkarzinomen und SCLC assoziert.
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